Resonanz

Stand: 30. November 2011

Liebe Frau Striebel,                                                          vom 30.11.2011
ich habe ihr Buch vor mir liegen und bis jetzt nur sehr wenig darin gelesen.
Ich wähle immer ein paar Seiten aus und bin so fasziniert über das was ich da lese, weil ich mich in so vielen Beiträgen wieder erkennen kann. Es tut gut endlich etwas in der Hand zu haben das einem das Gefühl gibt, draußen gibt es Menschen denen geht es ähnlich wie mir. Und ich kann mich so gut mit diesen Menschen identifizieren.
Kurz zu meiner Veragangenheit.
Ich habe 2007 eine Verhaltenstherapie begonnen weil ich das Haus nicht mehr verlassen konnte ohne Ängst und ohne den Zwang ständig auf die Toilette zu müssen. Anfang Januar diesen Jahres ging ich dann in Reha, es wurde eine schwere depressive Episode, eine komplexe Posttraumatische Belastungsstörung und eine Agoraphobie mit Panik diagnostiziert.
Mittlerweile besteht der Verdacht der dissoziativen Identitätsstörung. Ich habe aus der Reha eine sehr vertrauensvolle Therapeutin, die mich auch noch weiterhin behandelt. Und ihr haben sich meine Anteile das erste Mal gezeigt. Sie glaubt mir und sie hat mir eine Klinik empfohlen in der ich mich, wenn ich möchte, begeben kann um die Verdachtsdiagnose zu bestätigen.
Ich bin heute 51 Jahre und ich bin als 3-jährige und vielleicht auch schon früher von meinem Vater mißbraucht worden, dann hat er mich an ganz vielen Männern verkauft um seinen Alkoholkonsum stillen zu können. Zum Glück ist er schon vor 29 Jahren verstorben.
Das sind sozusagen meine Erlebnisse in Kürze aus der Vergangenheit.

Mittlerweile bin ich mir sicher dass ich in mir viele habe, das sagen mir auch meine Geschwister und meine 4 Außenkinder, dass sie mich manchmal merkwürdig finden und ich schon immer anders war und sie sich über mich oft wundern.
Ich werde das Buch von Anfang an lesen und ich danke Ihnen dass es Menschen gibt, die einem nicht für verrückt halten sondern auch mit ihrem Problem an die Öffentlichkeit gehen. Ich bin jederzeit bereit wenn ich irgendwie helfen kann mit meiner Geschichte, andere zu unterstützen und ebenfalls wenn sie es können mit anderen offen darüber zu reden. Ich habe es Dank meiner lieben Therapeutin jedenfalls gelernt und Dank Menschen wie ihnen, die einem zeigen, dass es noch ganz viele Betroffene gibt die so sind wie ich.
Danke Ihnen!
Liebe Grüße
Andrea
PS.: Ihre mails bitte an meine Adresse chris.striebel(at)t-online.de mit dem Betreff: Andrea
Gerne stelle ich dann den Kontakt her.

Ein Brief von den Dunkelkindern                                                            21. 03. 2011

Ich danke Euch allen, dass ich Eure Zeilen als Zeichen für andere veröffentlichen darf!

Ich habe das Denken des inneren Kindes im Jahr 2000 entdeckt und dabei auch, dass wir nur aus kleinen Kindern besonders viele von Neugeboren bis 2 Jahre, die wegen Ablehnung der Mutter entstanden. Wir waren dann ab 2003 im Krankenhaus in der Psychiatrie aber wussten nicht, dass unser Arzt ab 2006 wusste, dass wir eine Person sind. Deshalb versteckten wir alles und redeten auch nicht darüber. Als mein Therapeut mir 2009 meine Diagnose als „leicht“  MPS sagte, merkte ich so leicht wie er denkt sind wir nicht. Trotz Büchern zu diesem Thema suchend habe ich bisher keinen Tipp gefunden wie so kleine Kinder die keine Sprache kennen, im ersten Jahr meistens im stockdunklen liegen und Schmerz und Angst fühlen und ab sitzen bloß zerreißen von Katalogen kennen und Schmutz einer Schlosserei sich wenn sie erst mit 5 Jahren im Kindergarten richtig sprechen und mit Spielsachen spielen und Farbstifte mit 6 Jahren kennen lernten sich mitteilen sollen. Daher dachte mein Arzt ja auch wir sind wenige denn er kennt nur die wenigen Grundschulkinder. Die anderen Schüler sind wegen Trauma erleben stumm und zittern bloß in Angst herum oder spielen tot. Wir haben entdeckt dass wir Babys durch Kuscheltiere oder Bilderbuch unterschiedlich entdecken können. Weil jede Kindergruppe ein anderes Kuscheltier aussucht zum Trost nach dem gefühlten Trauma erleben.

Und jetzt sind wir total begeistert über das Buch “Schritt für Schritt ins Leben”! Gerade zur rechten Zeit entdeckt und gekauft! Die ersten 58 Seiten habe ich gleich mal meinem Mann vorgelesen, dass er endlich begreifen kann wie ich denke und fühle! Und warum ich nun so unglücklich seit 2003 im normalen Krankenhaus stationär und ambulant behandelt, gewesen bin. Und jetzt die Nase voll habe! Einen neuen Namen annehme.
Den Schritt aus dem versteckt leben müssen in ein freies wir leben können suche, in dem ich in eine Traumaklinik die Multiple ernst nimmt wechseln werde.
Wo die Behandlung ambulant und stationär weiter geht.
Der Tipp, dass kleine Kinder etwas ausschneiden und einkleben in einen Ordner ist total toll! Besonders auch der Tipp der bösen Seiten die man hinten in Kuverts versteckt anhängt. So können auch Kinder die kaum sehen etwas ausreißen was ihnen zum Beispiel Angst macht endlich anderen mitteilen in dem sie es einfach in den Umschlag legen und so gleich wieder verstecken können! Bisher hatten wir nur Kontakt über den Körper fühlen oder besser nichts fühlen können.

Wir machten uns Sorgen wie das mit dem neuen Therapeuten oder Psychologen werden soll. Aber jetzt machen wir es ganz einfach! Wir machen einen Ordner mit ausgerissenen Bildern wo alle Angst und Nöte hineinkommen die uns stumm gehaltene Spaltungskinder plagen. Und den geben wir dann gleich dem Therapeuten. So haben die Kleinen Bilder über die wir mit ihm anfangs reden können ohne Angst und Scham zu haben vor dem unbekannten Neuen!
Vor allem geht so auch die Wartezeit bis da ein Bett frei ist für alle schnell, ohne große Angst vorbei! Wir haben auch ein Krizzelmalbuch entdeckt!
Dort sind Krizzeleien angefangen, die man weiter malen kann. Wo auch die ganz kleinen das malen machen können. Mandalas finden wir erst ab 3 Jahre möglich. Denn  wenn man keine Farbstifte kennt ist das ganz schön schwer. Am Schwersten ist, dass wir nichts absprechen können und ständig jemand anders spontan den Körper nehmen kann wie er will. Auch hier fragen wir uns wie soll sich das mit uns kleinen Kindern bessern können! hat sich da überhaupt einmal jemand Gedanken gemacht? Kennen sie da schon ein Buch darüber? wir haben ja erst 15 Bücher zum Thema MPS gelesen daher hoffen wir immer noch etwas für uns zu finden. In ihrem Buch stehen ja schon einige Tipps drin über die wir sehr froh und glücklich sind. Natürlich werden wir auch schnell ihre weiteren Bücher lesen.

Einfach nur danke, und nochmals danke für ihr Wissen das sie auch für Kinder verständlich aufgeschrieben haben!


Trauma und Gewalt
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Batya 28. Januar 2011 gefunden bei Amazon

Inspirierendes und gelungenes Selbsthilfebuch

Das Buch “Schritt für Schritt ins Leben” wurde mir von den Therapeuten einer Psychosomatischen Klinik
empfohlen, in der ich wegen meiner Diagnose “Multiple Persönlichkeitsstörung”
bzw. einer “DIS” in Behandlung war. Obwohl ich noch nicht dazu gekommen bin, mir die letzten Kapitel über Formalitäten durchzulesen, ist sehr vieles aus den Selbsthilfekapiteln wirklich hilfreich und reiht sich sehr schön ein in den Weg, den ich bzw. wir als System von Innenpersonen mit unserer Psychologin gehen, z.B. das Gute-Laune-Buch. Das haben wir Großen für die Kleinen auf den Impuls durch das Buch hin angelegt und es wird ständig erweitert…Auch das Kapitel über Genuß und die inneren Landkarten haben beigetragen, kleine gute Schrittchen weiterzukommen. Gerade die innere Landkarte…das war am Anfang sehr schwer und noch ziemlich

chaotisch…inzwischen sind mehrere Landkarten entstanden, gemalte und geschriebene, und das Kennenlernen des Innensystems hat mehr Struktur und Übersicht bekommen. Gewiß kann ein Selbsthilfebuch keine Psychotherapie ersetzen. Doch finde ich, ist es der Autorin Christine Striebel gelungen, ihr Buch in einer Weise zu schreiben, therapeutisch wichtige Elemente schnell wieder zu erinnern und griffbereit zu haben, wenn mal wieder eine innere Notsituation auftaucht. Dadurch, daß die Anregungen zur Selbsthilfe leicht verständlich und von der Länge her angemessen geschrieben sind, nicht zu lang und nicht zu knapp, erleichtert das Buch die innere Arbeit. Es ist sehr anstrengend, mit einer DIS zu leben, da das Gehirn in einem Zustand von Dauerüberflutung lebt. Ich empfinde es als hilfreich, wenn dann ein Buch die Inhalte in leicht zugänglicher Sprache und in nicht zu vielen Worten transportiert. Zudem ist es sehr liebevoll und einfühlsam geschrieben, was den Zugang des Herzens zum gelesenen Wort noch zusätzlich erleichtert. Ich wünsche der Autorin auf dem Weg des Schreibens weiterhin viel Glück und Erfolg und daß dieses Buch möglichst vielen Menschen eine gute Unterstützung auf ihren Heilungswegen bietet so wie es das bei mir tut.

Reile  28.01. 2011 gefunden bei Amazon

Triggernd

90 Seiten nur Erfahrungsberichte eng aneinander gereiht mit sich sich wiederholenden ähnlichen Inhalten. Was macht das für einen Sinn?
Selbst als Nicht-Betroffene habe ich nach einigen Seiten nicht mehr weiter lesen wollen. Wie mag es erst Betroffenen gehen? Weniger und systematischer geordnet und auch sinnvoll kommentiert wäre viel besser bei diesen schwierigen Inhalten. Betroffene, die noch nicht gelernt haben sich von Dissoziationsauslöser wirkungsvoll zu distanzieren sind damit sicher überfordert.
Außerdem wird ausschließlich die dissoziative PS beschrieben. Was ist mit Zwischenformen gemeint? Das Buch kann ich leider nicht als Selbsthilfebuch weiter empfehlen.

Andreas Kersche “Cybercrime” 28. März 2010

entdeckt bei Amazon

Dissoziation

Das Buch besteht fast hauptsächlich aus Berichten von Betroffenen Personen. Laut meiner Ansicht ist es zu wenig fachlich aufgebaut. Für Betroffene oder um sich in die Denkweise einer dissoziativen Persönlichkeit hineinzuversetzen ist es sehr gut geeignet.

Marie  29. September 2009

entdeckt bei Amazon

Hallo interessierte Leser,

Die Autorin schreibt so liebevoll und voller Annahme ! So gesehen und angenommen in meiner DI Problematik hab ich/wir mich/uns selten gefühlt.
Es ist sehr spannend und hilfreich die Erfahrungsberichte anderer Betroffener zu lesen und Ideen sammeln zu können und einfach zu merken, die andern schaffen es auch. Die anderen haben auch Probleme, wie lösen sie es.
Ich finde die vielen alltagsnahen Ratschläge zu z.B. Feiertagen, Arztbesuchen, Einkaufen, sehr hilfreich. Gerade diese eigendlich simplen Dinge des Lebens, die einem Betroffenen so viel Schwierigkeiten bereiten können, sind für mich zwischenzeitlich viel wichtiger als irgendwelche Heilansatztheorien. Sie macht hier wirklich Mut auch nach Außen zu sich zu stehen, und liebevoll mit den Inneren und sich umzugehen. Sie zeigt echtes menschliches Verständnis und läßt den Leser fühlen, das er /sie/es völlig ok und gut so ist wie er/sie/es eben gerade ist. Es geht nicht um “wie werde ich wieder normal, intergriert oder sonswie wie die anderen” sondern um: Hilfe zur Selbsthilfe. Wie schaffe ich es möglichst mit allen Ichs zufriedenstellend , einbezogen , annehmend durch den Tag und durch die Nacht zu kommen und liebevoll und nachsichtig für mich/alle zu sorgen- ohne perfekt sein zu müssen und immer alles Richtig zu machen.
Auch den Absatz über den Umgang mit Außenpersonen und Außenkindern finde ich sehr wertvoll. Das ist für mich selbst immer noch ein großes Thema, obwohl ich wirklich gute Erfahrungen gemacht habe und meist angenommen wurde.
Die Tips für den Partner kommen leider etwas kurz. Die Außenwahrnehmung, also - wie werde ich erlebt- finde ich nämlich sehr wichtig für die Selbstwahrnehmung und wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung. Allerdings gibt es wieder Erfahrungsberichte von Angehörigen.
Am Ende gibt es noch viele ganz wichtige und wertvolle Informationen über Rechte und Schutzmöglichkeiten in der realen Außenwelt z.B. Arbeitunfähigkeit, Klinikeinweisungen, usw. Ganz wichtig!!!also ein tolles Buch für Betroffene, als wichtige Hilfe -Info-und Nachschlagequelle und als Mutmacher und als “sich gesehen und angenommen - fühl”- Unterstützung.
Danke dafür.

Pressebericht:

Pfungstädter – Eberstädter Woche 29. Januar 2009

Unterstützung für traumatisierte Menschen

Täglich sehen, hören und lesen wir von fürchterlichen Dramen, die auch ganz in unserer Nähe geschehen. Dies löst in jedem von uns etwas aus. Menschen die selbst Opfer einer solchen Katastrophe waren und diese verdrängt hatten, beginnen sich zu erinnern. Die Pfungstädter Psychologische Beraterin und Autorin Christine Striebel beschäftigt sich in ihren Selbsthilfebüchern mit den Spätfolgen solcher Dramen und ihrer Aufarbeitung. Dabei wendet sich die Autorin an Betroffene und ihr Umfeld. In ihrem ersten Buch „Nicht allein“ ging es um das Verstehen und die Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der Kindheit. Ihr neues Buch „Schritt für Schritt ins Leben“ klärt über die Überlebensstrategie „Multiple Persönlichkeit“, auch „Dissoziative Identitätsstörung“ genannt, auf. Diese Hilfestellung der Seele ermöglicht der Kinderseele todesnahe Situationen zu überleben, indem neue Persönlichkeitsanteile das Grauen durchleben. Einige Symptome dieser Überlebensstrategie sind: Erinnerungslücken, Betroffene wirken besonders vergesslich und schusselig, hören innere Stimmen und haben unterschiedliche Schriften und Fähigkeiten.„Schritt für Schritt ins Leben“ reicht diesen Menschen in ihrer Not die Hand und hilft dem Umfeld die Betroffenen besser zu verstehen. Christine Striebel erklärt einfühlsam und klar, wie diese Überlebensstrategie entsteht und zeigt eine Vielzahl von Möglichkeiten auf, wie man sich selbst und anderen helfen kann. Bereichert wird das Buch durch Erfahrungsberichte von Betroffenen. Auf Verstehen kann Annehmen folgen, das Voraussetzung für Heilung ist. Ein Kapitel mit den Rechten auf Unterstützung und Schutz runden das Buch ab. Christine Striebel legt den Betroffenen ans Herz, sich auch von außen Hilfe zu holen, da sie lange genug geschwiegen und gelitten haben. Denn jeder Mensch hat das Recht glücklich zu leben.

J.K. Januar 2009

Liebe Christine, Du hast einen sehr gutes Buch geschrieben und darin Themen aufgearbeitet, die nicht nur für DIS Betroffene relevant sind. Als ich Dein Buch in der Hand hatte habe ich buchstäblich zitternd vor Begeisterung das Kapitel über Nameänderung gesucht und noch stehend vor der Tür komplett durchgelesen. Und dachte dabei: Du bist die erste die diesen Wunsch versteht, enttabuisiert und klar und deutlich anspricht. Ohne einem falsche Hoffnungen zu setzen. Im Gegenteil, Du begleitest die Betroffene auf dem gesamten Weg mit guten und hilfreichen Tipps und sagst auch offen, wenn dieser Kampf verloren geht. J.K.

Paula Weber 21. 02.09

Schritt für Schritt ins Leben - danke für dieses Buch! Ein Buch wie wir es immer lesen wollten. Mit Inhalten die hilfreich sind und eine Auseinandersetzung möglich machen. Haben es in die Bücherliste unserer HP aufgenommen und Freunden weiterempfohlen (werden wir auch immer wieder tun!!! Viele Grüße Paula Weber

Thomas Dezember 2008

Hallo Frau Striebel

Habe mir Ihr Buch gekauft und möchte mich nun bei Ihnen bedanken, dass Sie es geschrieben haben. Ich habe es jetzt zu Ende gelesen und einige Kapitel regelrecht verschlungen. Natürlich nicht nur weil es ein äußerst spannendes Gebiet ist und sehr warmherzig geschrieben ist, sondern vor allem auch, weil ich mich direkt angesprochen fühlte. Ich bin überzeugt, dass dies viel mehr Leute anspricht, als wir glauben mögen (Vor allem in unserer heutigen Gesellschaft).

Für mich war es eine Art beruhigende Diagnose, ähnlich wie der Arzt zu uns sagt “Du hast Angina.”, “Dein Bein ist gebrochen.”, etc. Ich fragte mich oft, gibt es eigentlich Menschen denen es ähnlich geht wie mir? Gibt es Menschen, die irgendwo ein Problem haben, sich nur einer Persönlichkeit in sich drin zu widmen? Die Erkenntnis oder besser gesagt das Bewusstsein, dass solche verschiedenen Innenanteile existieren, haben sich durch Ihr Buch bestätigt.

Ich lebe seit Jahren in zwei Welten (so pflege ich das auszudrücken). Der eine ist der Thomas der studiert, Fußball spielt, arbeitet und den Dialekt aus seinem Heimatort spricht (Mein Host eigentlich). Auf der anderen Seite bin ich “Tom” (Um nur einen meiner unzähligen Übernamen zu nennen :-) ), der Gitarre spielt, Texte schreibt, gerne einen trinkt, raucht und einen anderen Dialekt spricht. Diese beiden Welten mag ich dermaßen gut trennen, dass der eine eben sogar manchmal zum Nichtraucher wird :-) Mir gefällt der Ausdruck “Überlebensstrategie” sehr gut, weil ich denke, dass ich wirklich diese Weltentrennung benötige um zu überleben. Auf der einen Seite brauche ich das Verrückte, das Wilde und Abstrakte, auf der anderen Seite genieße ich die erfrischende Wirkung des Alltagsleben, des Programmierens und des rationalen Denkens. Nicht dass einer meiner alten Egos selbst kaum überleben würde, aber diese Strategie macht mich zu einem sehr ausgeglichenen Menschen, wie es wohl nur wenige behaupten können. Deshalb möchte ich bei mir, im Gegensatz zu den Betroffenen im Buch, nicht von einer Krankheit sprechen, denn schließlich gehört zu einer Krankheit auch ein Leiden und das spüre ich nicht, Im Gegenteil eben.

Ihr Buch hat mir gezeigt, dass es vielen Menschen so geht und dass man solche Menschen unterstützen sollte, denn etliche Menschen im eigenen Umfeld mögen, wenn auch nur ansatzweise, davon betroffen sein. Es erweckte in mir eine gewisse Sensibilisierung für dieses Thema.

Danke!Thomas

Sonja Kleimann-Ulke oder auch Nicki und die Bärenbande

Was ich an diesem Buch sehr bewundere ist, dass viele Betroffene zu Wort kommen undihre Meinungen schreiben dürfen. Dieses Selbsthilfebuch reicht Betroffenen die Hand und erklärt die Entstehung der Überlebensstrategie DIS und gibt ihnen Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag, die sie selbst anwenden und ausprobieren können. Menschen die noch nie etwas von dieser Diagnose gehört haben, können sich durch dieses Selbsthilfebuch in diese Thematik hineinfinden und auch einiges lernen. Für BegleiterInnen, HelferInnen sind einige Tipps dabei die sie vielleicht im Umgang mit Betroffenen anwenden könnten.

Wir können dieses Buch nur weiterempfehlen.

Fazit: ein hilfreiches Buch

Liebe Grüße Sonja Kleimann-Ulke

C.M. 17. 11. 2008

Dein Buch ist nicht nur für Betroffene eine Bereicherung. Mir zeigte es, wie schwer es ist eine Multiple Persönlichkeit zu haben. Was für uns im täglichen Leben einfach ist, bedeutet für Mißbrauchsopfer, erhebliche Schwierigkeiten. Du liebe Christine zeigst mit deinem 2. Buch wieder viele Wege und gibst Trost. Mutig gibst du einem so heikles Thema eine Lobby. Minderheit einmal nicht in den Schatten gestellt. In deiner liebevollen und einfühlsamen Weise zeigst du Chancen, die sich realisieren lassen. Möge dein Buch über alle Grenzen bekannt werden. Das wünscht dir von Herzen

Deine C.-M.

Sabine Marya November 2008

Das Buch „Schritt für Schritt ins Leben“ gliedert sich in 6 Kapitel sowie einen Anhang.

Kapitel 1 ist eine Einführung in die Definition des Themenbereichs der dissoziativen Störungen. Es befasst sich mit den Themen: Was ist ein Trauma?; Die Dissoziation, eine Reaktionsmöglichkeit auf das Trauma, Welche Vorteile bietet die Dissoziation?; Mögliche Persönlichkeitsanteile und Täterloyale Innenpersonen.

In Kapitel 2 werden die medizinischen Zusammenhänge thematisiert: Diagnosemöglichkeiten, Begriffserklärungen, Gehirnerntwicklung beim Kind und Einflüsse des Stoffwechsels auf die DIS.

Kapitel 3 befasst sich mit dem Leben mit DIS: Zeit der Vergesslichkeit, Reaktionen auf Diagnose und neue Umgangsformen, Gute und schlechte Zeiten, Systembeschreibung, Entstehungsgeschichte, Wechsel/ Switch, Heilungsschritte und –erfolge, Therapie und Therapeut, Klinikerfahrungen, Leben mit den Außenkindern.

Kapitel 4 bietet Hilfen für den Alltag an: Skill-Listen, Imaginationsübungen, Checklisten sowie Impulse zum Stärken und Stabilisieren geben praktische Hilfe an die Hand und machen das Buch damit zu einem wertvollen Begleiter, der dabei unterstützt, Schritt für Schritt im eigenen Tempo seinen Heilungsweg zu gehen. Diese machen dieses Kapitel zu einer wahren Schatztruhe voller Ideen zur Entlastung und Selbsthilfe für den Alltag.

In Kapitel 5 geht es um das Leben mit den Mitmenschen, das, wie die anderen Kapitel auch, durch mehrere Interviews bereichert wird.

Kapitel 6 thematisiert die Rechte auf Unterstützung und Schutz und den Umgang mit Behörden zu den folgenden Punkten: Psychotherapeutische Unterstützung, Antrag auf Schwerbehinderung, Integrationsamt, Krankengeld und Arbeitslosengeld, EU-Rente, OEG – Opferentschädigungsgesetz, Krankenhauseinweisung nach dem Psychisch Krankengesetz (PsychKG), Namensänderung, Betreuungsrecht/ Vorsorgevollmacht (Betreuungsgesetz BtG u. BGB) Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung. Im Anhang folgen Hinweise zu Begriffserklärungen, Literatur, Adressen und Vollmachten (Formulare, Vorlagen, Beispiele). „Schritt für Schritt ins Leben“ ist besonders dadurch ein so hilfreiches Buch, weil es Unterstützungshilfen im Alltag gibt und das Gefühl der Vereinzelung durch zahlreiche Interviews mit Betroffenen durchbricht. Dieses Selbsthilfebuch für Menschen mit Dissoziativer Identitätsstörung und Zwischenformen reicht Betroffenen die Hand und erklärt einfühlsam und klar die Entstehung der Überlebensstrategie DIS. Bereichert wird dieses Buch neben den Check- und Skill- Listen besonders durch die vielen Erfahrungsberichte und Anregungen Betroffener. Für Menschen, die sich erstmalig mit dieser Diagnose auseinandersetzen müssen oder noch sehr isoliert sind mit ihrer DIS, wird dieses Buch damit zu einem ganz besonderen Geschenk und hilfreichen Begleiter, denn hier erfahren sie: es gibt auch noch andere wie mich, ich bin nicht alleine!

Deutlich ist beim Lesen des Buches zu spüren, was für eine Botschaft die engagierte Autorin weitergeben möchte: Gib Dir die Chance, glücklich zu leben! Wege zur und in der Heilung - absolut lesenswert!