Leseprobe

Stand: 24. Juni 2010

Seit dem Zeitpunkt als ich, in einem Fernsehinterview mit Cameron West (Autor von „Erste Person Plural“) bei ihm einen Wechsel miterlebte bin ich überwältigt davon, was für massive tief greifende Überlebensstrategien die menschliche Seele in Todesangst entwickeln kann. Bei den Interviews zu meinem ersten Buch „Nicht allein“ vertrauten sich mir auch Menschen an, die „Viele“ sind. Seitdem hat mich dieser ausgeklügelte Schutzmechanismus nicht mehr in Ruhe gelassen. Er ist für den Betroffenen in vielen Lebensphasen extrem belastende, obwohl er einstmals überlebensnotwendig war. Immer wieder fragte ich mich, was dieser Seelenschutz mit mir zu tun hat. Doch ich habe bis heute keine Antwort gefunden. Manchmal dachte ich berührt mich die MPS, weil ich Sehnsucht danach habe auch Dinge tun zu können, die mir heute als Schatten meiner eigenen traumatischen Vergangenheitserlebnisse noch Probleme machen. Dann dachte ich: Wie schön wäre es, wenn die starke Franziska, meine Innie, hervor käme und ich könnte Rad fahren und freudig verreisen. Doch alles was ich tun kann ist das, was Christine möglich ist. Als ich begann DIS zu erkunden wünschte ich mir vielleicht insgeheim, dass ich einen Weg finden würde mir etwas von dieser Überlebensstrategie abschauen zu können. Gleichzeitig hoffe ich den Betroffenen Hilfestellung für ihren schwierigen Weg an die Hand geben können. Denn ich finde es sehr traurig, wenn z.B.: die Leuchtkaefer beschreiben, dass sie ihre eigene Hochzeit nicht erinnern können. Wie naiv meine ursprünglichen Gedanken waren konnte ich am eigenen Leibe verspüren. Es war die Zeit als ich intensiv an der Zusammenstellung meiner Interviews arbeitete…

Mehr dazu im Buch.