Alles was wir nähren stärken wir

Stand: 17. November 2011

Nehmen wir das Bild eines angenehmen Lagerfeuers. Es benötigt Brennmaterial und Luft, um zu Brennen und zu wärmen. Je mehr Brennmaterial wir hinzugeben umso größer wird das Feuer werden. Um es gezielt zu löschen benötigen wir Wasser.
Übersetzen wir dieses Bild in unsere Gedankenwelt, so sind unsere Gedanken das Brennmaterial, das unsere Gefühlswelt unter anderem steuert. Erleben wir Schreckliches oder denken daran, geht es uns schlecht. Wir spüren, dass wir uns Besserung wünschen. Doch an Stelle des Gedankenwechsels befinden wir uns manchmal in einer Negativspirale, die uns immer tiefer hinab zieht. Und dann benötigen wir Hilfsmittel, um den berechtigten Schmerz aushalten zu können und da wieder herauskommen zu können. Die ungünstigsten Hilfstechniken aus diesem Sog heraus sind Alkohol, Drogen, Selbstverletzungen und anderes mehr. Das scheinen oft die einzigen Möglichkeiten zu sein dieses innere Grauen aushalten zu können.
Beginnen Sie sich zu beobachten, wann und wie Sie in dieses Tief hineinrutschen. Gibt es einen Punkt, an dem Sie noch Stopp sagen und sich ablenken können? Dann nutzen Sie diese Möglichkeit.

Eine Möglichkeit ist es das Grauen in einen imaginativen (vorgestellten) sicheren Tresor (”Nicht allein” Seite 140) zu sperren und es erst dann wieder heraus zu holen, wenn Sie eine Therapiesitzung, eine andere Möglichkeit der Unterstützung haben oder Zeit und Ruhe haben sich mit dem Thema alleine auseinander setzen zu können.

So erhalten Sie Ruhepausen, die jeder Bergsteiger beim Erklimmen des Mount Everest benötigt. Und beginnen Sie gleich jetzt damit, Ideen zusammeln, wie Sie sich erfreuen und erholen können. Genießen Sie mit allen Sinnen Schönes, Leichtes, Lustiges!

Weitere Anregungen und Möglichkeiten, wie Sie aus dem Tief wieder heraus kommen können finden Sie in meinem Buch “Nicht allein”.

Erlauben Sie sich Regenerationsphasen und nutzen Sie die Macht schöner Gedanken! Da gibt es kein aber: Denn was Sie perfekt mit schlechten Gedanken können, das wird Ihnen auch mit etwas Übung mit guten Gedanken gelingen.

Gutes Gelingen!

Herzlichst Ihre Christine Striebel

Muttertag

Stand: 25. Juni 2011

Gedanken zum Muttertag

Freust Du Dich auf den Muttertag, weil Du dann Deiner Mutter wieder einmal zeigen kannst, wie sehr Du sie liebst? Dann tue es! Genieße die Zeit die ihr habt.

Es kann sein, dass dieser Tag für Dich allerdings wieder einmal zu einem seelischen Tief führt. Denn wie kann man seine Mutter aus ganzem Herzen lieben und ihr für alles danken, wenn sie damals weg sah, Dir nicht glaubte oder selbst alles verdrängen musste.
Lasse Dich von niemandem zwingen diesen Tag mit einem Pflichtbesuch oder Pflichtgeschenk zu begehen. Tue nur, was Dir innerlich gut tut.

Vielleicht denkst Du, das kann ich meiner Mutter nicht antun? “Sie freut sich doch immer so, wenn ich sie besuche!” Möchtest die Form wahren? Auch das kannst Du natürlich tun. Du darfst frei entscheiden, was Du tun möchtest und was nicht. Denn vielleicht würde es Fragen geben, wenn Du zum üblichen Muttertagskaffee nicht erscheinst. Und Du magst weder eine Notlüge oder die traurige Wahrheit sagen. Dann spiele noch einmal dieses Heile-Welt-Spiel mit. Überlege Dir dann, ob und wie Du Dich künftig vor diesem anstrengenden Termin schützen kannst.

Oder magst Du an diesem Tag Deinem inneren Seelen-Anteil dafür danken, dass Du die schlimme Vergangenheit überlebt hast. Dieser Seelen-Anteil Dir immer wieder neue Wege z.B.durch Verdrängen aufzeigte wie Du die Gefahrensituationen überleben konntest. Dann könnte dieser Muttertag Dein Seelentag werden, an dem Du Dir Zeit und Raum nimmst zu überlegen, wie Du heilen kannst. Überlege, wie Du Deine Seele entlasten kannst und wem sie sich anvertrauen kann. Ein erster Versuch könnte sein, dass Du Dich im Internet in einem sicheren Forum umschaust und entscheidest, wo Du Dich sicher und angenommen fühlst. Professionelle Unterstützung zu suchen könnte auch eine gute Entscheidung sein. Denn alles was Du da erzählst bleibt in diesem Raum. Niemand außen wird davon erfahren.

Oder Du nutzt den Tag um Dich, genau so wie Du gerade bist, ein Stückchen mehr zu lieben und zu ehren und Dich einmal nur um Dich zu kümmern.

Einen wundervollen Muttertag für Dich und Deine Seele und sonnige Maitage wünscht Dir

Christine Striebel

Frühling

Stand: 7. Mai 2011

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

ganz behutsam beginnt die Natur zu erwachen. Die ersten Sonnenstrahlen haben Knospen an Sträuchern und die ersten Schneeglöckchen und Krokusse hervorgelockt. Die Vögel beginnen zu zwitschern.

Und vielleicht sind Sie gerade auch dabei aus Ihrem Winterschlaf des Traumas zu erwachen, um heilen zu können. Meine beiden Bücher möchten Ihnen Wegbegleiter sein, damit Sie die Sonne des Lebens wieder entdecken, sehen und spüren können.

Vielleicht sind sie eben erst aus dem Winterschlaf erwacht und gleiten übergangslos in die Frühjahrsmüdigkeit hinüber. Das ist völlig normal, wenn Sie sich mit der Heilung eines schlimmen Erlebnisses beschäftigen. Denn Ihr Gehirn arbeitet dabei ganz angestrengt, auch wenn Vieles nicht bewusst abläuft. Gönnen Sie sich wenn möglich die Ruhe die Sie benötigen. Gleichzeitig gönnen Sie sich so viel wie Möglich Sonnenstrahlen des Frühlings. Denn auch sie Heilen.

Egal in welcher Lebensphase Sie gerade sind wünsche ich Ihnen viel Zuversicht, Hoffnung und die Kraft, die sie das Trauma überleben ließ!

Herzlichst Ihre Christine Striebel

Willkommen im Jahr 2012

Stand: 10. Januar 2012

Das Jahr 2011 neigt sich seinem Ende zu

Die dunkleren Tage des Jahres haben begonnen. In dieser Zeit geht es uns Überlebenden oft besonders schlecht. Denn selbst nicht traumatisierte Menschen verfallen in den Herbstblues, wenn sich die Natur zur Ruhe begibt und die Sonne sich zurückzieht.

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich oft dachte: “Nun habe ich mein Trauma verarbeitet und komme ohne Therapie klar.” Und dann kam der Herbst und ich rutschte gefühlsmäßig tiefer und tiefer. Sodass ich wieder eine Therapeutin benötigte, die der Strohhalm war, nachdem ich griff.

Heute sehe ich mich als Teil der Natur, der sich in diesen trüben Tagen etwas zurückzieht und Einkehr hält. Ich passe mich dem Rhythmus der Natur an, die sich in die Phase der Ruhe und Regeneration begibt.

Arbeite ich der Natur entgegen verbrauche ich besonders viel Kraft und Energie. Möglicher Weise war dies auch der Grund für meine oben genannten Herbstdepressionen. Das bedeutet für mich: Wer gerade jetzt abnehmen möchte arbeitet gegen die Natur. Die Tiere legen Vorräte an oder futtern sich Winterspeck an, wir Menschen auch.Zu viele Aktivitäten und Termine wirken dem zur Ruhe kommen der Natur entgegen.

Stimmen wir uns auf diese friedliche Zeit ein, dann sind wir mit der Natur im Einklang und können neue Kraft schöpfen. Bei mir ist es die Zeit der Bestandsaufnahme der vergangenen Monate. Dabei lege ich meine Aufmerksamkeit ganz besonders auf die Dinge, die ich erreicht habe und entdecke immer wieder: Gerade die Steine, die mir in den Weg gelegt wurden, waren besonders nützlich und hilfreich für meine Entwicklung. Denn selbst meine Fehler verhalfen mir dazu einen besseren und geeigneteren Weg für mich zu finden.

Doch wie können wir das Naturgesetz gerade in dieser hektischen und seelisch schwierigen Zeit umsetzen?

Wie wären bewusste Pausen, kleine Kurzausstiege aus dem Alltagsstress? Wir packen unsere großen seelischen Nöte in einen Tresor, einen Rucksack, spülen sie in der Toilette runter oder werfen sie aus dem Fenster oder was auch immer. Wir stellen sie bei Seite. Dort können wir sie belassen, bis wir eine Möglichkeit haben mit Unterstützung diese Themen anzugehen.

Heute habe ich für mich ein Entspannungsritual entwickelt, das mir zu innerer Ruhe verhilft. Alle Abweichungen und Vorstufen, die Sie in diese Richtung gehen, können auch ihnen helfen. Wichtig dabei ist, dass Sie sich zurückziehen können an einen Ort, an dem Sie sicher und ungestört sind.

Ich bereite mir eine warme Tasse Tee, zünde mir eine Kerze an und mache es mir auf dem Sofa bequem. Wenn ich mich in eine Decke eingekuschelt habe, ganz bequem sitze, dann lasse ich den Tag Revue passieren und anerkenne, was ich bewältigt habe. Meine aktuellen Tagesprobleme gebe ich gedanklich an mein Unterbewusstsein ab und bitte es mir eine Lösungsidee zu schicken. Da ich weiß, dass das funktioniert (schließlich entstehen so meine Workshops und Teile meiner Bücher) bin ich in Vorfreude auf die neuen Impulse, die mich später überraschen werden. Nun bin ich im hier und jetzt angekommen. Der Ballast des Tages ist verpackt und die Entspannung kann beginnen.

Während ich meine warme Tasse Tee in Händen halte denke ich an all die kleinen und großen Glücksmomente des Tages und bedanke mich beim Universum für diese Geschenke. Ich tauche in die Ruhe ein und genieße die Wärme meines Tees, der nicht nur innerlich wärmt. Ich rieche und schmecke ihn und genieße bewusst jeden einzelnen Schluck davon. Ich spüre, wie ich zur Ruhe komme und meine Gedanken ganz bei mir sind. Sanfte Musik spielt im Hintergrund. Ich schaue in die Flamme meiner Kerze und nehme wahr, wie sie warmes Licht in den Raum bringt. Dabei lasse ich meine Gedanken kommen und gehen.

Manchmal lese ich auch ein schönes Buch und folge den geschriebenen Worten in die Welt der Phantasie.

Wenn Sie gerne schreiben und Lust haben anderen Lesern hier Ihre Anregungen für Regenerationsmomente und die positive Nutzung der Herbstzeit zu schicken, tun Sie das an chris.striebel at t-online.de Ich würde mich freuen und ihre Anregungen hier mit ihrem frei gewählten Pseudonym oder Klarnamen einfügen.

Lassen Sie uns gemeinsam Licht in diese Zeit bringen! Herzlichst Ihre Christine Striebel

Liebe Besucherin, lieber Besucher

Herzlich Willkommen im Jahr 2011 und meiner Seite.

Für viele Menschen bedeutet der Jahreswechsel eine gute Gelegenheit, gute Vorsätze ins Auge zu fassen oder sogar einen totalen Neustart zu planen. Beim Zuprosten um Mitternacht wird bereits das Gelingen dieser Vorhaben gefeiert. Im Prinzip eine gute Sache, weil wir beim Wünschen ja genau dieses Erfolgsgefühl spüren sollten, damit es genug  Zugkraft hat, die zum Erfolg führt. Und trotzdem scheitern viele dieser enthusiastisch geplanten  Vorhaben.
Woran kann das liegen?
Ich vermute, zumindest bei mir ist es so, dass ich mich da zu sehr auf diesen fixen Termin der Änderung konzentriere. Und das in einer Zeit, die gerade für mich als Hausfrau die Phase der Regeneration nach der Weihnachtszeit ist.
Bei dieser Fixierung auf den Jahreswechsel berücksichtigte ich zu wenig meinen richtigen Zeitpunkt. Und der ist das, was zählt!

Denn, ehrlich gesagt, wäre es ja mehr als verwunderlich, wenn es bei allen Menschen am gleichen Tag diesen Klick im Kopf machen würde, mit dem Rauchen auf zu hören, etwas mehr Sport zu treiben oder das Chaos auf dem Schreibtisch langfristig zu verändern.

Also habe ich seit einiger Zeit jeden Tag die Möglichkeit, meine persönliche Veränderung bzw. meinen Veränderungswunsch zu starten und zu feiern.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein wundervolles Jahr 2011, das jeden Tag neue Wunder in sich tragen kann und darf!

Ihre Christine Striebel

30.01.2011

Heute möchte ich Sie auf einen Text von Charlie Chaplin hinweisen, den er zu seinem 70. Geburtstag verfasste.

http://glueckshaus.wordpress.com/herzerwarmende-geschichten/gedanken-von-charlie-chaplin/

Ich wünsche Ihnen einen wundervollen Tag!

Ihre Christine Striebel